Emmy-Noether-Projekt "Brückenschlag zwischen Geodäsie und Seismologie"

SAR

SAR (Synthetische Apertur Radar) benennt eine Radar-Technik bei welcher sich die Radarantenne in eine Richtung bewegt, z.B. wenn sie an einem die Erde umkreisenden Satelliten angebracht ist.

Eine solche Radarantenne sendet Radar-Pulse mit hoher Frequenz und empfängt das von der Erde zurückgestreute Echo.

Durch die Bewegung können grosse Flächen abgedeckt werden und es wird eine hohe räumliche Auflösung erreicht, die sonst nur mit viel größeren Antennen möglich wäre.

Sentinel-1: seeing through cloudsCopyright: ESA/ATG medialab


Die Intensität des reflektierten Radar-Signals enthält Informationen zu den Rückstreucharakteristiken der Erdoberfläche., welche haupsächlich durch die Oberflächenrauigkeit bestimmt ist.

Ausserdem messen wir die Phase des rückgestreuten Signals, welche Informationen zum Laufweg enthält, bzw. zur Distanz der Streuer gegenüber dem Satelliten.

In der SAR Interferometrie vergleichen wir die Radar-Signale von Radaraufnahmen verschiedener Zeiten und können so Veränderungen am Boden feststellen.

Phasenverschiebungen können zum Beispiel auf Laufwegänderungen, bzw. Bodenverschiebungen, hindeuten, wie sie bei flachen Erdbeben entstehen oder auch bei aktiven Vulkanen.

Erdbebenbeobachtung mit Radar-satelliten            

Copyright: ESA/DLR (animation data: Copernicus data 2014/ESA Insarap study/NORUT/COMET/University of Leeds)

Mehr interessante Videos gibt es auf der ESA Webseite.

Geofon

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