Emmy-Noether-Projekt "Brückenschlag zwischen Geodäsie und Seismologie"

Integration von geodätischen und seismologischen Beobachtungen für ein besseres Auflösen von zerstörerischem seismischen Brechen an krustalen tektonischen Störungen und harmloserem aseismischen Kriechen

 

Hayward fault
Stetige, langsame Verschiebung von Bordsteinen durch tektonisches Kriechen an der Hayward-Störung (San Francisco) missyleone


 

In den Zeiten, in denen es noch keine modernen Satellitentechniken, wie beispielsweise globale Navigationssysteme (z.B. GPS) oder InSAR gab, war es sehr schwer langsame Bewegungen an tektonischen Störungen zu beobachten. 

Langsame Bewegungen wie postseismisches Rutschen oder Kriechen sind jedoch relevant im Gesamtbudget der tektonischen Bewegungen. Durch sie werden Spannungen in harmloser Art und Weise abgebaut und sie dadurch die Erdbebengefährdung verringert.

Wir wollen in unserem Projekt die langsamen und schnellen Bruchvorgänge in kombinierter Betrachtung und mithilfe von seismischen und geodätischen Daten besser bestimmen.

Als Beispielregion haben wir die Nord-Anatolische Verwerfungszone in der Türkei gewählt und wir kooperieren hier insbesondere mit der britischen COMET Group mit Hauptsitz an der Universität Leeds und mit dem GFZ in Potsdam.

Beide Institutionen haben ein Langzeitengagements in der Region und viel Wissen und Erfahrung gesammelt. Sie verfügen über umfangreiche Datensätze sowohl hinsichtlich der Oberflächenverformung als auch seismischer Wellenformen.

 

Geofon

SRCMOD - Database